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Was kommt danach?

Das Coronavirus hält die Welt nach wie vor fest im Griff. Angesichts der Totalität der aktuellen Ereignisse ist es fast unmöglich, einen quasi unbeschwerten Blick zu bewahren und die TA-relevanten Neuerscheinungen aus der Deutschen Nationalbibliothek nicht im Lichte dieser Krise zu betrachten. Da der Blick auf soeben erschienene Veröffentlichungen aber noch auf eine Zeit verweist, als die Pandemie noch nicht absehbar war, hat diese Perspektive auch etwas durchaus Befreiendes. Nicht nur erinnert es daran, dass es eine Welt vor dem Ausnahmezustand gab und auch eine danach geben wird. Die TA-relevanten Neuerscheinungen im Corona-Spiegel zu betrachten, ist darüber hinaus ein interessantes Unterfangen, weil sich neue Bezüge und Perspektiven eröffnen und sich nicht zuletzt die Frage aufdrängt, wie sich das Alte zum Neuen verhält und was sich daraus für die Überwindung der Krise und die Gestaltung einer besseren Zukunft lernen lässt. In diesem Sinne werden im neuen Blogbeitrag zum April-NED drei Bände näher vorgestellt, die sich mit Nachhaltigkeitstransformation, Internet und Staat und persönlichem Gesundheitswissen beschäftigen.

So ist?s geworden: TATuP-THEMA Energiezukünfte

In unserer neuen Reihe ?So ist?s geworden? laden wir regelmäßig Gastherausgeber*innen ein, Special Issues und Themenschwerpunkte persönlich vorzustellen. Den Anfang macht Lisa Nabitz mit ihrem Beitrag zum TATuP-Schwerpunkt ?Energiezukünfte. Wissen, beraten, gestalten"
Von Marius Albiez 19.03.20

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Privatheit, Plattformen, und das Recht auf Stadt

Ich lese gerade die umfangreiche Literatur über Governance, um meine Argumentation für einen Artikel zu schärfen, der die mangelnde Eignung zentralisierter staatlich-gesellschaftlicher und vernetzter Zugänge, Entscheidungen über Probleme unter den heutigen komplexen und dynamischen Verhältnissen zu fällen zum Thema hat. Während ich gierig Theorien zu Ungleichgewicht, Komplexität, Anpassungsfähigkeit und Reflexivität durchforste ? alles bekannte Diskussionen in der TA-Community ?, kommt mir vor, dass ich mich im Theoretisieren bereits allzu komfortabel von der Realität losgelöst habe. Ein Blogeintrag über eine Auswahl von Werken, die soziale, wirtschaftliche und Regulierungskonzepte mit Empirie verbinden, ist jetzt sowohl ein herausforderndes als auch willkommenes Erzwingen von Verknüpfungen, einerseits zwischen Theorien und Praktiken, andererseits über Rahmungen, Pfade, Größenordnungen und über die Zeit hinweg. Die Auswahl der drei Bücher in diesem Blogeintrag zeigt die Vielfalt technologischer Gleichzeitigkeiten, die mich reflexive Governance-Zugänge lehren: Die unterschiedlichen Rahmungen und Verständnisse von Privatsphäre im Sammelband von Michael Friedewald, die Veränderungen in den Pfadverläufen von Industrie und Konsumentenmärkten, die in der deutschen Übersetzung des Buchs von Andrew McAfee and Erik Brynjolfsson beschrieben werden und die unterschiedlichen Größenordnungen technologischer Auswirkungen in der Doktorarbeit über städtische Transformation von Andreas Sonntag.