Zum Inhalt wechseln

Mitgliedschaft im Netzwerk TA (NTA) – Ein Vorschlag für Kriterien und Verfahren - Blog

Zurück

Mitgliedschaft im Netzwerk TA (NTA) – Ein Vorschlag für Kriterien und Verfahren

Das 2004 in Berlin gegründete Netzwerk TA ist sehr informell organisiert. Das einzige feste Gremium ist das Koordinationsteam des NTA, das sich im Wesentlichen um die Vorbereitung des Jahrestreffen des Netzwerks – das nächste findet am 29.9.2017 in Wien statt – und die alle zwei Jahre stattfindenden wissenschaftlichen NTA-Tagungen kümmert.

Als Mitglied wurde bisher aufgenommen, wer diese Mitgliedschaft beantragt hatte. Da es keine finanziellen Verpflichtungen für die Mitgliedschaft gibt und nur wenige „formelle“ Rechte (z.B. ein Account auf openTA mit bestimmten Mitwirkungsmöglichkeiten), war diese lose Form der Mitgliedschaft auch unproblematisch.

Die NTA-Mitgliedschaft ist sowohl für eine Person als auch für eine Institution möglich. Derzeit gibt es 51 institutionelle Mitglieder aus Deutschland, Österreich und der Schweiz sowie 314 persönliche Mitglieder.

Auf dem Jahrestreffen 2016 in Bonn wurden einige aktuelle Fälle von (institutionellen) Mitgliedsanträgen kontrovers diskutiert. Umstritten war etwa, ob auch kommerziell orientierte Institutionen in das NTA aufgenommen werden sollen und welche Form des „Engagements“ oder „Commitment“ von den Mitgliedern gefordert werden kann oder soll.

Im Nachgang zu dieser Diskussion hat das Koordinationsteam zusammen mit dem openTA-Team einen Vorschlag für Kriterien der Mitgliedschaft und das Aufnahmeverfahren entwickelt, der im Folgenden aufgeführt ist und auf dem NTA-Jahrestreffen am 29.9.2017 in Wien verabschiedet werden soll.

Der openTA-Blog bietet mit seiner Kommentarfunktion die Möglichkeit, diese Entscheidung im Vorfeld des Wiener Treffens zu diskutieren und vorzubereiten. (Um im openTA-Blog Beiträge zu kommentieren, müssen Sie persönliches Mitglied des NTA und auf openTA eingeloggt sein.)

Vorschlag des Koordinationsteams zur Aufnahme von persönlichen und institutionellen Mitgliedern ins Netzwerk TA (NTA)

Persönliche Mitglieder

Jeder, der sich mit einem Antrag über die Plattform openTA zur Mitgliedschaft im NTA bekennt, kann persönliches Mitglied werden.

Eine „inhaltliche“ Prüfung oder ein Beschluss eines Gremiums des NTA über die Aufnahme findet nicht statt. Der NTA-Mitglieder-Admin, der die Mitgliederdatenbank verwaltet, achtet darauf, dass es sich um eine identifizierbare Person handelt.

Jedes persönliche Mitglied ist mindestens mit seinen Vor- und Nachnamen und einer Ortsangabe in der öffentlich zugänglichen Mitgliederliste auf openTA sichtbar. Das Mitglied kann weitere personenbezogene Angaben (E-Mail-Adresse, Web-Adresse, Arbeitsschwerpunkte etc.) ergänzen.

Bisher war es möglich, beim NTA persönliches Mitglied zu sein, ohne auf der öffentlich zugänglichen Mitgliederliste aufgeführt zu werden. Dies soll zukünftig nicht mehr möglich sein.

Persönliche Mitglieder erhalten für openTA einen Account, mit dem sie ihr Profil pflegen und aktualisieren und mit dem sie Blogbeiträge und Blogkommentare auf openTA schreiben können. Wenn sie über eine AutorInnen-ID bei der Gemeinsamen Normdatei (GND) verfügen und diese in ihr Profil eintragen, wird außerdem für den openTA-Neuerscheinungsdienst monatlich nach nachgewiesenen Publikationen in der Deutschen Nationalbibliografie des persönlichen Mitglieds gesucht und gefundene Publikationen in den Neuerscheinungsdienst aufgenommen (siehe auch https://www.openta.net/blog/-/blogs/ein-schaufenster-fur-neue-publikationen-der-nta-mitglieder-).

Persönliche NTA-Mitglieder werden zu den Treffen des NTA eingeladen.

Der Bezug der NTA-E-Mail-Liste ist unabhängig von der Mitgliedschaft im NTA.

Institutionelle Mitglieder des NTA

Die Aufnahmekriterien für institutionelle Mitglieder des NTA sollen wie folgt präzisiert werden:

Bei der Beantragung für die Aufnahme als institutionelles Mitglied wird die antragstellende Institution aufgefordert, Antwort auf die folgenden drei Fragen zu geben:

i) Was haben wir mit „TA“ zu tun?
ii) Was erwarten wir uns von der Mitgliedschaft im NTA?
iii) Was können wir zur Arbeit des Netzwerkes beitragen?

Das Koordinationsteam prüft diese Antworten und berücksichtigt bei seiner Entscheidung das breite Verständnis von Technikfolgenabschätzung, das in der Gründungserklärung des NTA festgelegt wurde. Es lädt bei einer positiven Entscheidung die antragstellende Institution zum nächsten Jahrestreffen des NTA ein, damit diese sich dort vorstellen und den Bezug der Institution zur TA bzw. ihre Motivation beim NTA Mitglied zu werden, erläutern kann.

Danach entscheiden die anwesenden Mitglieder auf dem Jahrestreffen über die Aufnahme.

Alle institutionellen Mitglieder werden in der öffentlich zugänglichen Mitgliederliste auf openTA aufgeführt.

Ein finanzieller Beitrag wird auch für institutionelle Mitglieder nicht erhoben. Die Mitgliedschaft im NTA ist allerdings daran geknüpft, dass das institutionelle Mitglied auf seiner Webseite die Mitgliedschaft beim NTA bekannt macht und auf openTA (das Fachportal des NTA) verlinkt (siehe z.B. https://www.oeaw.ac.at/ita/de/ueber-uns/netzwerk/).

Jede Mitgliedsinstitution muss mindestens ein persönliches Mitglied anmelden, das den Account für die institutionelle Mitgliedschaft übernimmt und für die Pflege der Angaben zur jeweiligen Institution zuständig ist (Adressen, Website, Arbeitsschwerpunkte etc.). Jedes institutionelles Mitglied muss außerdem einen Ansprechpartner oder eine Ansprechpartnerin aus der Leitung sowie einen Ansprechpartner/ oder eine Ansprechpartnerin für openTA („Internetbeauftragte / Internetbeauftragter“) benennen. Personalunion für alle drei Funktionen ist möglich.

Seit 2015 gibt es Treffen der Leitungsebene der institutionellen Mitglieder des NTA, auf denen aktuelle Fragen des NTA diskutiert werden.

Die Unterscheidung „kommerziell/nicht kommerziell“ als Kriterium einer Mitgliedschaft hat sich als nur schwer operationalisierbar herausgestellt und wird nicht als Aufnahmekriterium herangezogen.

Diese Regelungen gelten nach ihrer Verabschiedung auf einem Jahrestreffen des NTA, aber nicht rückwirkend.

Kommentare
Trackback-URL:

Kommentar hinzufügen
Mehr Verbindlichkeit von am NTA interessierten Institutionen erwarten? Das ist sicher sinnvoll und gut. Aber bremst es vielleicht nicht zu sehr aus, wenn zunächst eine schriftliche Antwort auf drei Fragen und dann nochmals eine persönliche Vorstellung auf einem Jahrestreffen verlangt wird – und für das ganze Prozedere auch mal 12 Monate ins Land gehen können? Und „last but not least“: In welcher Form und in welchem Umfang wäre jeweils zu antworten, gibt es da (bereits) konkrete Vorstellungen?
Verfasst am 19.09.17 19:03.
Benutzer Beiträge Datum
Reinhard Heil 3 Vor 9 Tage
Knud Böhle 18 Vor 1 Monat
Marius Albiez 3 Vor 2 Monate
Tanja Sinozic 4 Vor 2 Monate
Constanze Scherz 3 Vor 3 Monate
Karsten Weber 1 Vor 3 Monate
Astrid Mager 1 Vor 3 Monate
Christoph Kehl 3 Vor 4 Monate
Ulrich Riehm 19 Vor 5 Monate
Dirk Hommrich 2 Vor 5 Monate