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Das Fachportal openTA wird im Rahmen des Vorhabens „Kooperativer Aufbau eines Fachportals Technikfolgenabschätzung auf Basis dezentraler Informationsressourcen" entwickelt. Partner im Projekt sind das Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse (ITAS) und (FIZ Karlsruhe) – Leibniz-Institut für Informationsinfrastruktur. Das Vorhaben wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert.

openTA steht für das Fachportal Technikfolgenabschätzung, erreichbar unter www.openta.net. openTA ist ein webbasiertes Fachportal für das interdisziplinäre Forschungsfeld Technikfolgenabschätzung. 

Ein wesentliches Ziel ist es, Information, Kommunikation und Kooperation in der TA-Community zu verbessern. Im Projekt werden Dienste entwickelt, die sowohl zentral über das Fachportal als auch dezentral über eine Integration in die Webangebote der jeweiligen TA-Institutionen angeboten und genutzt werden können. Das Fachportal stärkt die internationale Gemeinschaft der TA-Institutionen in den D-A-CH-Ländern, unterstützt die Lehre und fördert darüber hinaus eine breite öffentliche Nutzung von TA-Wissen.

Der Name openTA verweist auf die Offenheit des Portals: Damit verbunden ist das Open-Access-Publizieren, der freie Zugriff auf das TA-Informationsangebot, die Nutzung von Open-Source-Softwarelösungen und die Beteiligung der TA-Community.

Das Projekt leistet außerdem Beiträge zur wissenschaftlichen Diskussion im Bereich der TA, der Informationstechnologie, der wissenschaftlichen Fachinformation, sowie bibliothekarischer Systeme.

Das Fachportal TA wird für und in Zusammenarbeit mit Institutionen des Netzwerks Technikfolgenabschätzung (NTA) entwickelt.

Entstehung und Verlauf des Projekts openTA

Technikfolgenabschätzung ist eine junge Wissenschaft "neuen Typs", deren spezielles Merkmal ihre Interdisziplinarität ist. Kennzeichnend für TA sind des Weiteren die Beratungsorientierung sowie der Bezug auf die Öffentlichkeit (Wissenschaft, Politik, Wirtschaft, Zivilgesellschaft). Während die etablierten, disziplinär orientierten Wissenschaften über zentrale Informations- und Kommunikationseinrichtungen verfügen, war das für das heterogene Feld der TA lange nicht der Fall. Um auf dieses Defizit zu reagieren, wurde bereits 2006 von der AG IuK des Netzwerk TA (NTA, gegründet 2004) ein Workshop in Berlin veranstaltet, bei dem über Konzepte und Perspektiven zur Wissenschaftsvernetzung diskutiert wurde. Im Jahr 2010 führten die am späteren Projekt openTA beteiligten drei Institute des KIT einen gemeinsamen Workshop durch, um mit Experten der "Portalszene" innovative Konzepte für Wissenschaftsportale im Hinblick auf ein Fachportal TA zu beleuchten. Im Anschluss führte das ITAS in Kooperation mit der AG IuK des Netzwerks TA sowie dem IAI und der Bibliothek des KIT eine Umfrage bei den Mitgliedsinstitutionen des NTA über deren Informationsdienste und Informationssysteme, sowie vorhandene technische Ausstattung und unterstützte Standards durch. Die Ergebnisse der Umfrage flossen in die konkretisierte Planung des Konzepts des Fachportals TA ein. Im Rahmen dieser Vorarbeiten wurden notwendige Funktionalitäten erfasst, die technischen Möglichkeiten der Webangebote der beteiligten TA-Institutionen analysiert und basierend auf dem Stand der Forschung ein maßgeschneidertes Konzept für das Fachportal TA entwickelt.

Die DFG akzeptierte den im Jahr 2011 gestellten Förderantrag und ermöglichte eine Förderung des Vorhabens für einen Zeitraum von 24 Monaten. Die konkrete Projektarbeit startete nach weiteren Vorarbeiten schließlich im Oktober 2012. Nach einer kostenneutralen Verlängerung endete die erste geförderte Projektphase 2015. Der weitere Betrieb über diese Förderperiode hinaus wird durch KIT-ITAS und KIT-IAI gewährleistet.

Das Fachportal openTA wurde mit den Diensten Expertenverzeichnis, News und Kalender in einer ersten Produktionsversion für die allgemeine Nutzung im März 2014 freigeschaltet. Seit Dezember 2014 ging der Publikationsdienst, seit Januar 2015 der Neuerscheinungsdienst online.

Mit einem neuen Partner ( FIZ Karlsruhe – Leibniz-Institut für Informationsinfrastruktur) konnte das ITAS bei der DFG eine zweite Förderphase erfolgreich einwerben. In dieser zweijährigen Periode, beginnend im November 2016, werden eine Reihe neuer Vorhaben in Angriff genommen, so die bessere Vernetzung der openTA-Daten mit frei zugänglichen Normdaten, auch über Konzepte des Linked Open Data. Die Veröffentlichung von Forschungsdaten und deren Verlinkung mit Publikationen soll aktiv gefördert werden. Die Zeitschrift TA TuP soll mit ihrem Archiv in das Portal integriert werden. Auf Basis von Nutzungsevaluationen sollen auch die bereits vorhandenen Dienste verbessert und weiter entwickelt werden.